Wie beginne ich ?

Für das Fahren eines Motorbootes
ob auf dem Meer (der See) oder auf Binnengewässern, ist ein entsprechender Sportbootführerschein erforderlich. Dieser Führerschein enthält die Grundausbildung in allen wesentlichen Bereichen des Bootssports und bildet das Fundament für alle weiteren Scheine.

Für das Fahren eines Motorbootes allein in Süßwasserbereichen (auf Flüssen und Seen) ist es ausreichend den 'Sportbootführerschein Binnen/Motor' (SBF-Binnen/Motor) zu erwerben.

Für das Fahren eines Motorbootes an der Küste (Salzwasser) ist der 'Sportbootführerschein See' (SBF-See) erforderlich.

Tipp: Es ist nicht anzuraten als ersten Führerschein den SBF-Binnen zu erwerben. Der Grund liegt darin, dass der Lernumfang als auch die Kosten deutlich ansteigen, wenn Sie sich in der Zukunft doch dafür entscheiden auf See zu fahren. Besitzer des SBF-See hingegen absolvieren einzig den theoretischen Fragekatalog (theoretischer Prüfungsteil), um zusätzlich den Binnenschein zu erwerben. Die praktische Prüfung aus dem SBF See wird anerkannt. Auch die praktische Motorbootausbildung und Prüfung werden in diesem Fall erlassen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert mit dem SBF- See zu beginnen.

Für das Segeln auf einer Jolle ist es empfehlenswert mit dem 'Binnenschein für Segeln und Motor' zu beginnen. Dieser Schein umfasst wichtige Kenntnisse zum Segeln in Theorie und Praxis und kann mit wenig zusätzlichem Lernaufwand um den Motorteil erweitert werden.

 

Für das Segeln auf einer Yacht /  Der SKS (Sportküstenschifferschein) ist ein Fähigkeitsnachweis zum Führen von Segelyachten und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der Lernstoff umfasst die Themen Recht, Seemannschaft, Navigation in Gezeitenrevieren und eine ausführliche Wetterinformation, wie beispielsweise das Lesen von Wetterkarten. In der Praxis werden das Führen der Yacht, das An- und Ablegen, das Kurshalten, unterschiedliche Segelmanöver und das Ankern im Vordergrund stehen.
Für das Segeln auf einer Yacht wird der SBF-See vorausgesetzt und ist gesetzlich vorgeschrieben.


Auch der 'Sportseeschifferschein' ist ein freiwilliger, amtlicher Führerschein. Der Schein richtet sich an ambitionierte Küstensegler. Der SSS ist vorgeschrieben zum Führen von Yachten die gewerbsmäßig genutzt werden und zur Ausbildung, also alle gewerbliche Nutzungen.

Der Bewerber muss mindestens 16 Jahre alt und im Besitz des amtlichen 'Sportbootführerscheines See' sein. Darüber hinaus muss er 1000 Seemeilen auf Yachten im Küstenbereich nachweisen. Diese Seemeilen muss er in der Funktion als Skipper, Wachführer oder dessen Vertreter erworben haben. Oder nach Erwerb des Sportküstenschifferscheines sind noch 700 Seemeilen nachzuweisen.

Die Ausbildung zum 'Sportseeschifferschein' umfasst wie schon beim SKS die vier Themengebiete Navigation, Schifffahrtsrecht, Seemannschaft und Wetter, ist allerdings noch viel tiefgehender / hintergründiger. Während der SKS die elektronische Navigation nur anreißt, schließt der SSS die terrestrische und elektronische Navigation, inklusive Radar, ein.

Aufgrund der Vielfalt und des Lernumfanges kann die theoretische Prüfung in Teilprüfungen abgelegt werden, das heißt, dass jedes Fach einzeln abgelegt werden kann.

Dementsprechend ist auch unsere Ausbildung in zwei Teilbereiche aufgegliedert: Teil 1 „Navigation und Wetter“ und Teil 2 „Seemannschaft und Recht“. Mit dieser Aufteilung und den eigens auf die Themen zugeschnittenen Schulungsunterlagen werden Sie bestens auf die Prüfung vorbereitet.

Die Praxis wird auf unserer Schulungsyacht „Fix“ durchgeführt. Diese ist natürlich von der See-BG abgenommenen. Ausbildungsrevier ist hier die westl. Ostsee. Bei den praktischen Übungen werden die bekannten Manöver mit sehr viel mehr Präzision gefahren. Zusätzlich werden die elektronischen Geräte „Radar, GPS, AIS“ in der praktischen Anwendungen geübt und angewendet (Standortbestimmung mittels Radar), auch das interpretieren von Wetterkarten und Wolken ist Prüfungsteil. Selbstverständlich wird auch die gesamte Sicherheitseinrichtung der Yacht und die Notrollen der Crew intensiv durchgearbeitet und geübt. Das Motto heißt hier also nicht Meilen machen sondern intensivstes Manöver- und Sicherheitstraining. Bei der Prüfung hat man bei allen Aufgaben nur einen Versuch! Der muss also sitzen.

Die Theorieausbildung erfolgt in unseren Schulungsräumen in Frankfurt am Main. Der Prüfungsort selber wird vom DSV vorgeben. Die Praxisprüfung findet im Anschluss an den Törn statt.

Die Gesamtprüfung SSS (Theorie und Praxis) muss innerhalb von 36 Monaten bestanden werden.


Der 'Sporthochseeschifferschein' ist international betrachtet der wichtigste amtliche Führerschein, der nach deutschem Recht erworben werden kann.

Der Bewerber muss mindestens 16 Jahre alt und im Besitz des amtlichen 'Sportbootführerscheines-See' und des amtlichen Sportseeschifferscheins sein. Darüber hinaus muss er weitere 1000 Seemeilen auf Yachten im Küstenbereich nach der Erteilung des SSS nachweisen (insgesamt 2000 Seemeilen). Diese Seemeilen müssen in der Funktion als Wachführer oder dessen Vertreter erworben worden sein.

Auch hier ist die Ausbildung und Prüfung auf die einzelnen Fachgebiete: „Astro-Navigation“, „Wetter“, „Seemannschaft" und „Recht“, aufgegliedert. Mit dieser Aufteilung und den eigens auf die Themen zugeschnittenen Schulungsunterlagen werden Sie bestens auf die Prüfung vorbereitet.

Der Schwerpunkt der SHS-Ausbildung liegt bei der astronomischen Navigation. Weiter werden zum Thema Wetter die Bereiche des globalen Windsystems und der tropischen Wirbelstürme betrachtet. Im Fachbereich Seerecht werden vor allem internationale Aspekte und zollrechtliche Fragen behandelt. Dazu kommt die mündliche Prüfung im Thema: Handhabung von Yachten und Seemannschaft.

Der Sporthochseeschifferschein (SHS) baut inhaltlich und thematisch auf den Sportseeschifferschein (SSS) auf. Deswegen ist der SSS auch für eine Zulassung zur Prüfung SHS vorgeschrieben.